Politik Kanton Schwyz

Politik der SVP Kanton Schwyz - Leserbriefe / Mitteilungen

Schwyzer Volksblatt, Sonntag 17.12.2017 / 5. Jahrgang

Toll, ein anderer zahlt

Von MAX HELBLING | 15.09.2017

Toll, ein anderer zahlt

Abstimmungen vom 24. Septemeber 2017

Einmal mehr können wir bei der anstehenden Abstimmung darüber befinden, wer zahlen muss und wer kassieren darf. Im Fall der AHV wollen uns die Politiker in Bern die dringende Revision der AHV neben unbestrittenen Massnahmen noch mit zusätzlich Fr. 70.- pro Monat für Neurentner schmackhaft machen. Wie der „Zufall“ so will, gehören gerade die grosse Mehrheit im Parlament auch zu den Profiteuren. Wie dann in 10 Jahren das sich abzeichnende Finanzloch gestopft werden soll, wird einer späteren Generation von Politikern überlassen. Diese können dann in der nächsten AHV-Revision den heute 45 bis 55 Jährigen die aktuell versprochenen Gelder ja wieder kürzen. Interessant ist auch das Theater um den Austritt aus dem Kulturlastenkonkordat. Im Gegensatz zur AHV-Finanzierung werden im kantonalen Lotteriefond für die nächsten 5 – 10 Jahre genug Gelder auch für die ausserkantonale Kultur vorhanden sein. Trotzdem wird bereits heute von den Profiteuren massiv auf Vorrat gejammert. Warum ausgerechnet nur 6 elitäre Institutionen in Zürich und Luzern nach einem bürokratischen Verteilschlüssel mit dem Geldsegen beglückt werden, wird nicht mal hinterfragt. Offensichtlich stört es auch niemanden im Linkslager, dass insbesondere Familien mit Kindern kaum von diesen Angeboten profitieren können. In dieselbe Richtung geht es auch mit der Wohnraumförderung. Während die mittelinks Parteien von CVP/SP mit ihren Ideen für Vorschriften und Abgaben das Bauen stetig verteuern, möchten die gleichen Kreise ein paar wenigen Personen das Eigenheim über eine staatliche Förderung verbilligen. Wer profitieren will, darf sich durch staatliche Vorgaben und Richtlinien kämpfen oder idealerweise diese Abklärungen einem privaten Beratungsbüro mit staatsnahen Politikern überlassen. An der Abstimmung vom 24. September können wir diese unausgegorenen Gesetze versenken und Platz für bessere Lösungen schaffen. Deshalb „Nein“ zur AHV-Vorlage und zweimal „Ja“ zu den kantonalen Vorlagen.

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