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Schwyzer Volksblatt, Sonntag 17.12.2017 / 5. Jahrgang

Keynesianischer Rentenklau

Von OSKAR B. CAMENZIND | 14.09.2017

Keynesianischer Rentenklau

Reform der Altersvorsorge 2020

Im Gerangel um mehr oder weniger faule Kompromisse in der sogenannten 'Reform der Altersvorsorge 2020' geht ganz vergessen, warum die zweite und dritte Säule unseres Rentensystems laufend wegbröckeln, wem wir also den Rentenklau eigentlich verdanken, nämlich den politisierten Zentralbanken, allen voran der US-amerikanischen! Seit 2001 hat sie 4000 Milliarden Dollar an Staatsschulden aufgekauft. Entsprechend viel neu gedrucktes Geld floss in die Börsenhausse, in Gewinne des Finanzsektors und auf die Konten der Banken (bei der Notenbank) – aber wenig in die Volkswirtschaft. Durch den Aufkauf der Schuldenpapiere fielen die Zinsen des Staates auf 1,3%.* Die Europäische Zentralbank glaubt, mit der gleichen Medizin ihre notleidenden südlichen Volkswirtschaften retten zu können und die Schweizerische Nationalbank ist sozusagen in Sippenhaft gefangen, wenn der Franken nicht in die Wolken steigen soll. Mit den fallenden Zinsen in der Folge der Geldschwemme kamen die zweite und dritte Säule unseres Rentensystems unter Druck, der Umwandlungssatz wurde zum Zankapfel, der Zinsklau zum Rentenklau. Der nun zur Abstimmung stehende faule Kompromiss heisst aber: Mit der Umlagesäule AHV den Zinsausfall auf den beiden Sparsäulen kompensieren. Heisst: Umverteilen statt Sparen. Heisst: Mehr Schulden und/oder mehr Steuern. Heisst: 'defizit spending' nach der oekonomischen Schule des John Maynard Keynes und gleicht dem Versuch, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Die Lösung in der Altersvorsorge aber kann nur heissen: Einseitig erhöhter Sparsatz auf der Versichertenseite (um die Lohnkosten tief zu halten) – und ein festes Verhältnis des Sparsatzes zum Umwandlungssatz (um die Rentenversprechen einlösen zu können). Der vorliegende faule Kompromiss auf Kosten der zukünftigen Rentner ist abzulehnen. Junge an die Urnen!

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