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Schwyzer Volksblatt, Mittwoch 20.09.2017 / 5. Jahrgang

Energiestrategie 2050 ist abzulehnen

Von WENDELIN SCHELBERT | 13.05.2017

Energiestrategie 2050 ist abzulehnen

Energiestrategie 2050

Um was geht es bei der Energiestrategie 2050. Hauptstossrichtungen sind der Ausstieg aus der Atomenergie sowie höhere Energieeffizienz, besonders in der Haustechnik (Heizungen) und bei den Motorfahrzeugen. Diese Ziele sind unbestritten. Uneinig ist man sich nur über den Weg dazu und die Geschwindigkeit der Umsetzung. Bei einer genaueren Betrachtung stellt man jedoch fest, dass es in der vorgesehenen neuen Gesetzgebung zu viele neue Vorschriften sowie Steuern und Abgaben gibt. Das Bürokratiemonster winkt. Streitpunkt ist auch ein rascher Atomausstieg bzw. Stilllegung von fünf Kernkraftwerken (heute immer noch fast vierzig Prozent an der Elektrizitätsversorgung) ein sehr ambitiöses, beinahe unrealistisches Ziel. Aber beim Ausbau der Wasserkraft stösst man an Grenzen (immer mehr Auflagen und Vorschriften). Ebenso klimabedingt bei der Sonnenenergie. Auch die Windenergie durch ihre grossen Anlagen mit geräuschreichen Propellern hat andere Nachteile und ist in unserem dicht bebauten Land nicht ohne weiteres realisierbar. Als Alternative und Ersatz bleibt nur noch der Stromimport übrig, Atomenergie aus Frankreich und Kohlestrom aus Deutschland, was uns noch stärker vom Ausland abhängig machen dürfte. Auch werden höhere Benzin und Dieselpreise nicht unumgänglich sein, (besonders betroffen sind die Bergregionen). Nebst dem generellem Aufschlag der Preise von Strom und der Produkte in der Schweiz. Zahlen müssen vor allem kleinere Betriebe und der Normalbürger. Warum das Rad der Zeit zurückdrehen? Fazit – eine zukünftige Energiewende ist auch ohne neue Vorschriften, Steuererhöhungen und Subventionsdschungel möglich. Der technische Fortschritt bringt uns automatisch und zunehmend sparsamere Energieanwendungen. Dazu sind keine neuen Gesetze nötig, keine neuen Vollzugsbeamten, keine Aufblähung der staatlichen Kontrollinstanzen. Aus all den oben erwähnten Gründen bitte ich sie Nein zu stimmen.

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