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Schwyzer Volksblatt, Mittwoch 20.09.2017 / 5. Jahrgang

Familien stärken – Ja zur KESB-Initiative

Von ADOLF FäSSLER | 30.04.2017

Familien stärken – Ja zur KESB-Initiative

Zur Kesb-Abstimmung

Strukturen für anonyme Behörden passen nicht zu den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger des Ländlichen Kantons Schwyz. Mit Annahme der KESB-Initiative kann Bewährtes mit Neuem vereint werden. Die KESB könnte sich künftig ähnlich wie Bezirksgerichte mit Laien und Profis organisieren. Ich bin sicher, dass mit der KESB-Initiative wieder bürgernahe Entscheide gefällt werden können. Dadurch würden die Familien gestärkt. Die Familien sind das wichtigste Rückgrat unserer Gesellschaft. Daher müssen Probleme und deren Behebung innerhalb der Familie angegangen, entschieden und damit auch von ihr getragen werden. Auch Kinder haben da ein Mitspracherecht. In der Schweiz werden Rechte schlecht vertreten. Gerade bei Kindern ist die Hilfe vor Ort sehr wichtig. Kinder sind schnell traumatisiert. Die juristische und medizinische Betreuung sind ebenfalls wichtige Elemente der Problemlösung. Durch die Bildung einer Mehrheitsbeschlussfähigen Behörde (zum Beispiel ein Jurist ein Medizinfachmann/Frau zusammen mit drei erfahrenen Bürgern) würde die Gemeinde ihre Verantwortung wahrnehmen und bei den Bürgern Vertrauen schaffen. Je näher eine Behörde bei den Bürgern organisiert ist, umso grösser ist das Vertrauen, das diese geniesst. Für die KESB, welch hoch sensible Entscheidungen mit jeweils einschneidenden Wirkungen auf das Leben der betroffenen Bürgern fällt, gilt dies besonders. Zentralisierung führt zu Anonymität. Durch den fehlenden Bezug zu den betroffenen Menschen werden immer wieder weltfremde Entscheide vom Bürotisch aus gefällt (heutige KESB). Dies hat die bisherige Erfahrung aufgezeigt und muss daher unbedingt wieder korrigiert werden. Mein Anliegen: Bevor Sie über die KESB-Initiative abstimmen, informieren Sie sich über die Arbeit der KESB. Sprechen Sie mit betroffenen Personen über ihre Erfahrungen mit der KESB. Durch ein Bürgernahe KESB können die Grundrechte der Familie besser vertreten und umgesetzt werden. Darum lege ich am 21. Mai 2017 für die KESB-Initiative ein überzeugtes Ja in die Urne.

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