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Samstag, 28.11.2020 / 8. Jg.

Auf Biegen und Brechen - Leserbrief Schwyzer Volksblatt

Von URS MARTY | 2020-11-16

Auf Biegen und Brechen

 

Geld ist also die Lösung für unsere Umweltprobleme?

Geschätzte Leserinnen und Leser. Nein, Geld ist nicht die Lösung. Mit Geld wird auch nicht automatisch mehr saniert. Für viele Grundeigentümer ist es einfach der falsche Zeitpunkt. Aus Gründen wie zum Beispiel: Anstehender Generationenwechsel, erst von Jahren eine neue Heizung eingebaut, warten auf Erschliessung von Fernwärme oder man bevorzugt einen Neubau. Letzteres wird gerade bei grösseren Mietliegenschaften gerne angewandt. Man lässt die Liegenschaft langsam auslaufen und wenn die Zeit gekommen ist, wird ein Neubau realisiert. Dies macht auch Sinn, da zeitgemässe Grundrisse, neuste Technik und meistens mehr Ausnützung (verdichtets Bauen), dass wiederum Kulturflächen schützt.
Anscheinend würden auch die Mieter profitieren, da weniger Nebenkosten. Allerspätestens bei einem Mieterwechsel ist dies auch hinfällig, Nebenkosten runter, Miete hoch, mit der Begründung, es wurde ja saniert. Verstehen Sie mich nicht falsch, ein Umdenken muss zugunsten der Umwelt und der kommenden Generationen sein. Aber ist ein Förderprogramm der einzige richtige Weg? In den 70/80 Jahren wurde die Installation von Elektro-Heizungen gefördert und 40 Jahre später fördern wir dessen Demontage. Meine Meinung: Förderprogramm ja, aber mit Vernunft!
Der Vorschlag des Regierungsrates, die Erhöhung von 1 Mio. (Total 5 Mio.) wäre ein guter Kompromiss. Aber die Nutzniesser im Kantonsrat waren nicht zufrieden und haben top Lobbyarbeit geleistet. Es müssen min. 2.5 Mio. (Total 9.5 Mio.) sein, nach dem Motto: auf Biegen und Brechen, koste was es wolle. Darum NEIN zum Gegenvorschlag «Geld zurück in den Kanton Schwyz».

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