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Donnerstag, 29.10.2020 / 8. Jg.

„Gersauern“ verboten - Leserbrief Schwyzer Volksblatt

Von MAX HELBLING | 2020-06-16

„Gersauern“ verboten

 

Zum Zeitgeist

Nachdem die Gipfel-Kreuze als Belästigung gebrandmarkt worden sind, ist auf dem Zerstörungskurs unserer Kultur offensichtlich unsere Sprache an der Reihe. Wenn ich die Presseberichte interpretiere, bin ich während meiner Kindheit als begeisterter Hörer von Jörg Schneider‘s Kasperli-Theater scheinbar an massiver rassistischer Ideologie ausgesetzt gewesen. Auch die Bilder von schwarzafrikanischen Kindern, die ich während meiner Jugend zur Unterstützung von kirchlichen Institutionen in Afrika anstelle von Spielzeug bekommen habe, sind vermutlich rassistisch gewesen. In unserer Sprache haben wir erwiesenermassen viele zum Teil jahrhundertealte positive wie negative Begriffe, die ähnlich wie alte Häuser, auch ein Bestandesrecht haben sollten. Bezeichnungen dieser Art gibt es auch zuhauf in der Zentralschweiz wie zum Beispiel „Gummeler“ für uns Schwyzer.
Aber auch Begriffe wie „Tschifeler“ für Obwaldner oder „gersauern“, etc. sind nicht in jedem Fall wohlwollend zu werten - aber Tradition! Wenn wir die Zerstörung unserer Kultur wegen ein paar Extremisten weiter zulassen, wird in Zukunft leider angefangen bei der Bezeichnung von Lebensmitteln, über Alltagsgegenstände bis zum Japanesenspiel in Schwyz alles den Rassismus-Inquisitoren zum Opfer fallen. Man könnte sich nun selbstbewusst fragen, ob sich die linken „Moral-Apostel“ bezüglich Toleranz nicht ihren bürgerlichen Landsleuten anzupassen hätten? Den Demonstranten mit und ohne Immigrationshintergrund wäre zu empfehlen, dass sie sich zuerst vertieft mit unserer Kultur befassen sollten und nicht Probleme von anderen Nationen bei uns bewirtschaften. Verbreitete Namen wie zum Beispiel „Moritz“ stammen geschichtlich direkt von Mohr ab und haben eine tiefe christliche Verankerung und keine rassistische Bedeutung. Nebenbei bemerkt habe ich als „Max“ das Vergnügen auch heute noch sporadisch wegen den Geschichten von Wilhelm Busch’s „Max und Moritz“ gehänselt zu werden. Vermutlich müssten auch diese Bücher verboten werden.

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