Politik Kanton Schwyz

Politik der SVP Kanton Schwyz - Leserbriefe / Mitteilungen

Schwyzer Volksblatt, Sonntag 05.04.2020 / 8. Jahrgang

Inhalte zählen!

Von BERNHARD DIETHELM | 2020-03-24

Inhalte zählen!

Entgegnung zum Artikel «Die Bilanz des Frauenstreiks fällt ernüchternd aus» (March-Anzeiger vom 24.03.2020 / S. 3)

Einmal mehr beklagen sich die wehleidigen «Politfrauen» über den Ausgang der vergangenen Wahlen – ganz fokussiert und vereinfacht auf die Feststellung, dass es im Schwyzer Kantonsrat auch in der neuen Legislaturperiode nicht mehr sondern gar weniger Frauen im «Rat zu Schwyz» hat. Die Geschlechterfrage ist das eine – die Entscheidung des Schwyzer Souveräns die andere und für mich entscheidende. Es gäbe zudem noch andere Formen der «Unterlassungen» bei solchen Wahlen, welche man aus rein egoistischen Motiven ins Feld führen könnte. Wie sieht es z.B. mit Vertretern der jüngeren Generation aus? Mit echten Arbeitervertretern sogenannten «Büezern»? Leute eben, die noch im wirklichen Leben stehen, welche sich nicht nur durch theoretisches Wissen über die alltäglichen Sorgen und Nöte des «einfachen Volkes» (früher auch genannt «gemeinen Volkes»!) auseinandersetzen bzw. damit leben müssen. Müssten diese Personengruppen nicht auch gleich mit lautem «Kampfgeschrei» und glühenden Forderungen an die «Pforte der Politik» klopfen?
Ich sage Nein! Nein deshalb nicht, weil ich mich - im Gegensatz zu den selbsterwählten Vertretern der Frauen (kurzum: Emanzen!) auch als Mann durchaus berechtigt und in der Plicht fühle, jene Wählerinnen zu vertreten, welche mir am vergangenen Wahlsonntag mit ihrer Stimme das Vertrauen ausgesprochen haben. Letztlich zählen in der Politik immer noch die Inhalte und die Verpflichtung gegenüber der eigenen Wählerschaft, dass man auch nach erfolgter Wahl die damit verbundene Politik betreibt, die man ihnen vor der Wahl versprochen hat. Egal ob «Männlein» oder «Weiblein»!
Die Wählerinnen und Wähler haben ihre Wahl getroffen und dies gilt es zu akzeptieren – ohne Wenn und Aber. Zudem gibt es neben dem passiven Wahlrecht auch noch das aktive Wahlrecht d.h. jeder/jede Stimmberechtigte hat die Möglichkeit sich selbst zur Wahl zu stellen. Die Plicht zur Erfüllung der Aufgaben liegt also nicht allein beim Staat sondern liegt in der Eigen- und Selbstverantwortung eines jeden einzelnen Bürgers. Es lebe die direkte Demokratie!

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