Politik Kanton Schwyz

Politik der SVP Kanton Schwyz - Leserbriefe / Mitteilungen

Schwyzer Volksblatt, Donnerstag 09.04.2020 / 8. Jahrgang

Es sind alle so nett

Von OSKAR B. CAMENZIND | 2020-01-29

Es sind alle so nett

Zur Ausweitung des Anti-Diskriminierungsgesetzes

Der poetische Kabarettist Franz Hohler begleitete sich selber auf dem Cello zu seiner Parodie auf die ‚classe politique‘ der Schweiz: «Es sii alli so nätt». Heute geht es weniger nett zu und her in der Politik: Im letzten Herbst, vor den eidg. Wahlen, befand die SVP, dass in der herrschenden Links-Mitte-Koalition der Wurm stecke; ihr Apfelinserat sorgte für Aufregung. Dieser Tage schrieb die Weltwoche dass in der SVP selber der ‚Wurm drin‘ sei. So viel Unappetitliches löste bei den anderen Parteien den bekannten Anti-SVP-Reflex aus. Sie schlossen die Reihen, beschlossen einhellig, die Kultur der Netten zu retten – und die Grenzen noch weiter zu öffnen.
Aber diesmal sind nicht die Landesgrenzen für die Zuwanderung von aussen gemeint. Es sind Viren, vulgär Würmer, biologische Fremdlinge gemeint, die in die Doppelhelix der DNA (Desoxiribonukleic acid) eindringen, also in diese lebenslenkenden, vererbbaren und nach aussen abgeschlossenen Träger des Lebens. Die DNA-Grenzen (Histone) galten seit ihrer Entdeckung durch Albrecht Kossel (Nobelpreisträger 1910) als undurchdringlich – bis sich in den letzten beiden Jahrzehnten, in der Folge der Entschlüsselung der DNA in einem von etwa hundert DNA-Grenzabschnitten eine Lücke zeigte: Es tat sich sozusagen ein vergittertes Fensterchen auf, durch das informelle Interaktionen möglich sind, welche die DNA zu Modifizierungen anregen können (vor allem zu Ausschaltungen), die aber Mutationen weiterhin verhindern. Modifikatoren, meistens Viren genannt, stehen also in Opposition zur DNA im Überlebenskampf. Sie überbringen Nachrichten von Veränderungen in der Umwelt, die zu DNA-inneren Reaktionen führen können aber nicht führen müssen.
Da in der entschlüsselten DNA kein Homosexual-Programm zu finden war, aber Homo- und Bisexualität über die Zeiten offenbar konstant vorkommt, muss es also einen virengleichen, lebensbedrohlichen Modifikator von ausserhalb (epigenetisch) der DNA geben, nach dem nun die Wissenschaft fieberhaft sucht.
Bei aller Nächstenliebe: Die Homosexualität bleibt der grossen Mehrheit fremd, lebensfremd, ja unnatürlich: Ein absterbender Ast am Baum der Evolution. Das muss man doch noch schreiben dürfen! Ich stimme mit gutem Gewissen NEIN zur Ausdehnung des Diskriminierungsgesetzes, einer Idee der Links-Mitte-Verbotsparteien, zu denen seit Neuestem auch die Liberalen gehören.

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