Politik Kanton Schwyz

Politik der SVP Kanton Schwyz - Leserbriefe / Mitteilungen

Schwyzer Volksblatt, Samstag 20.07.2019 / 7. Jahrgang

Ausverkauf der Heimat, Version 3.0

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Ausverkauf der Heimat, Version 3.0

Nach dem Ausverkauf des Bodens und der Industrie geht es nun ans Lebendige, den Ausverkauf unserer während mehr als siebenhundert Jahren entwickelten schweizerischen Institutionen.

Die Ausverkaufsparteien: SP, FDP und CVP
«Die SP steht kurz davor, die bisherige, wie ein Bollwerk aufgezogene Position – 'Ohne eigenständigen Lohnschutz kein Rahmenabkommen mit der EU!' – zu räumen. Die SP will jetzt mit der FDP und der sich etwas zierenden CVP, die sich noch im 'Ja-aber'- Lager verortet, Gespräche führen. Die Frage lautet also nur noch, wie hoch der Preis der SP sein wird: Lässt sie sich ihre Zustimmung zum EU-Vertrag mit einem ausgebauten Kündigungsschutz erkaufen? Mit einer Ausweitung der Gesamtarbeitsverträge? (Katharina Fontana)» Oder peilt die SP gar den Gewerkschaftszwang für alle an?

Der Ausverkaufspreis: Dreissig Silberlinge, gesponsert von économiesuisse
«Inzwischen wird Bern von Leuten bevölkert, die unsere Staatssäulen an die EU verhökern wie Altglas auf dem Flohmarkt. Die Loyalität geht nicht zum Land, sie geht zum eigenen Portemonnaie. Der geistige Horizont endet bei den nächsten Quartalszahlen: Wie viele Pillen mehr verkauft unsere Pharmaindustrie in Europa, wenn wir die Schweiz fremden Richtern unterstellen? Wie viele Geschirrspüler zusätzlich dürfen wir gnädigerweise in den EU-Binnenmarkt liefern, wenn wir unseren verfassungsmässigen Gesetzgeber, Volk und Stände durch europäische Funktionäre ersetzen? Die Schweiz ist zu einer Demokratie des Taschenrechners geworden, zu einem Staat mit (Ausverkaufs-)Preisschild.Die Bundesverfassung gilt nur noch unter dem Vorbehalt mutmasslicher Umsatzeinbussen einer Exportindustrie, die offenbar ihre eigenen Rekordzahlen nicht mehr verkraftet. Es sieht so aus, als ob in der Schweizer Politik und Wirtschaft mittlerweile Leute den Ton angeben, die von der Schweiz keine Ahnung haben und denen die Schweiz egal ist. (Roger Köppel)» Und der Verband der bereits teilausverkauften Grossindustrie économiesuisse spekuliert kaltblütig darauf, dass das Herz der Schweizerinnen und Schweizer sowieso hinten-unten – im Portemonnaie – sitze und finanziert die Ausverkaufs-Propaganda mit dreissig Silberlingen.

Der Ausverkauf der Demokratie
Das Herz der Schweizer und Schweizerinnen schlägt für eine gesunde Umwelt – und müsste damit eigentlich vor allem für die SVP schlagen. Wie bitte? 'Jawoll': Für die SVP! Statt auf obrigkeitlichen Dirigismus, Gebote, Verbote und Meinungsterror zu setzen, tut die Volkspartei das heute und sofort Mögliche und Wirkungsvolle in pragmatischer Selbstverantwortung: Nicht bloss den ökologischen Fussabdruck verkleinern will die SVP, sondern die Anzahl der Füsse verringern! Das heisst, sie will zuallererst die eigene Zuständigkeit über die Zuwanderung in die Schweiz zurückerobern und will anschliessend deren Halbierung beschliessen. Das ist mit Abstand der effektivste Beitrag zur Verminderung von CO2, zur Reduzierung des Strassenverkehrs, der Luft- und Wasserverschmutzung und gegen die Zubetonierung unserer Landschaften.
Eine Zauberflöte wie die des Rattenfängers von Hameln haben wir heute zur Bekämpfung der zunehmenden Umweltbelastung leider nicht zur Verfügung. Wir sollten aber das hier und jetzt Mögliche vorkehren und nicht, wie der um seinen Lohn betrogene Zauberer die leicht zu begeisternde Jugend mit verführerischen Schalmeienklängen auf die Strasse und in den nachweislich letztlich zerstörerischen sozialistischen Totalitarismus schicken.
Da lob ich mir den Realitätssinn der SVP! 'Jawoll': Sie ist die wirklich-wirkend, die wahrhaft grüne Partei der Schweiz. Sie bleibt auf dem Boden des Möglichen, denn – frei nach Gotthelf – 'Im Hause muss beginnen, was leuchten soll in jedem Land!'. Damit hebt sich die SVP eindeutig ab von den nur aussen grünen, innen aber roten 'Melonenparteien', die unter dem grünen Mantel nur ihre menschenfeindliche Ideologie zu retten versuchen und dazu sogar bereit sind, unsere demokratischen Institutionen im Ausverkauf billig zu verhökern. Der Gott-Vater Staat soll es richten! Dafür darf er aber die Schuldgefühle der 'sündigen' Konsumenten bewirtschaften wie weiland die Weltkirche mit dem Ablasshandel.

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2019-03-14
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