Politik Kanton Schwyz

Politik der SVP Kanton Schwyz - Leserbriefe / Mitteilungen

Schwyzer Volksblatt, Dienstag 19.02.2019 / 7. Jahrgang

Zersiedelungsinitiative ein Blindgänger

Von CHRISTIAN KäLIN | 17.01.2019

Zersiedelungsinitiative  ein Blindgänger

Zersiedelungsinitiative

Die jungen Grünen möchten die Überbauung von Kulturland einschränken. Der nachhaltige Umgang mit unserem Kulturland ist in unser aller Sinne. Die Zersiedelungs-Initiative in der aktuellen Form, über die das Volk am 10. Februar abstimmt, schiesst jedoch weit über das Ziel hinaus und kann sogar zu einer weiteren Erhöhung der Landpreise und somit der Mietpreise führen. Andere Ansätze sind gefragt und erste Schritte in die richtige Richtung wurden bereits vom Volk angenommen.

Ich bin auch der Meinung, dass der Umgang mit unsern Land- Ressourcen zum Wohle der kommenden Generationen zwingend nachhaltig gehandhabt werden muss. In den letzten Jahren wurden bereits wichtige Schritte in diese Richtung unternommen. Mit der Anpassung des Raumplanungsgesetzt 2012 durch die eidgenössischen Räte und die Annahme durch das Volk 2013, wurden erste Leitplanken gesetzt. Unter anderem, dass Bauzonen nicht mehr zu gross ausgeschieden werden dürfen. Die Umsetzung ist nun in der Hand der Kantone und Gemeinden und bei Neueinzonungen greifen diese Massnahmen bereits.

Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass genügend und bezahlbarer Wohnraum für unsere wachsende Bevölkerung zur Verfügung steht. Die Politik klar gehalten, Massnahmen zu ergreifen, um das bestehende Bauland effizienter zu nutzen. Es müssen Hürden abgebaut werden, um eine bessere Ausnutzung von bestehenden Gebäuden zu erreichen. Dies führt zu einer Verdichtung und verhindert die Zersiedelung. In unseren Nachbarländer können alte Betriebsgebäude und u.a. auch Ställe einfacher umgenutzt werden. In diesen bereits existierenden und oft vom Zerfall bedrohten Gebäuden kann neuer Wohn- und Arbeitsraum geschaffen werden und gleichzeitig Kulturland erhalten bleiben. Auch muss überdacht werden, ob die strikte Trennung von Wohnen und Industrie in den Bauzonen wirklich sinnvoll ist. Hier könnte nicht nur Kulturland gespart werden, sondern auch des Gewerbe unterstützt und somit Arbeitsplätze geschaffen werden.

Die Initiative der Grünen schiesst Meilenweit über das Ziel hinaus. Es wäre ein fataler Blindgang, welcher mit diesem Bauzonen-Moratorium produziert würde. Durch dieses Systemänderung vom Föderalismus zum Zentralismus, würden die Bedürfnisse der Bevölkerung aus den verschiedenen Regionen nicht mehr berücksichtigt werden. Die Wirtschaft wird absolut ausser Acht gelassen und das Risiko einer weiteren Verteuerung der Land- und somit der Mietpreise liegt auf den Hand und wäre fatal. Ein klares Nein zur Zersiedelungsinitiative!

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