Politik der SVP Kanton Schwyz


Mitteilungen / Leserbriefe / News

Dienstag, 24.11.2020 / 8. Jg.

Kantonsverfassung, Kanton Schwyz: dem historischen Wachstum so gut wie möglich angepasst

Von CLAUDE-ALAIN VOIBLET | 2013-03-15

Kantonsverfassung, Kanton Schwyz: dem historischen Wachstum so gut wie möglich angepasst

 

Zur Diskussion über das Wahlsystem

Da gibt es die farbigsten Kommentare wie: dass wir Schwyzer lustige Vorstellungen haben von der Demokratie und das wir vielleicht einmal das Strafrecht wieder zur Kantonssache machen wollen und die Todesstrafe einführen möchten etc. Nein alles das stimmt nicht. Im Kantonsparlament bist du Andy von der SP auch einmal vis-à-vis gesessen und, du weisst ganz genau, wie viele Kröten, auf der linken, wie auch auf der rechten Seite geschluckt werden mussten. Dass diese Verfassung, inklusiv dem Wahlrecht, tagelange Sitzungen und viele Jahre aufopfernde Zusammenarbeit mit allen Parteien forderte, ist bekannt. Das diese Verfassung schlussendlich mit 59,8% Ja-Stimmen angenommen wurde war die ehrliche Etikette unseres Kantons. Da wäre nun Teamarbeit angesagt. Da wird von ungerecht geredet und von der Verhinderung der kleinsten Gruppierungen. Erstens bist du als Nationalrat ebenfalls mit diesem System gewählt worden und zweitens würde kein Mensch mehr verstehen, wo seine Stimme landet, wenn mit der Pukelsheimercomputerberechnung ausgezählt würde. Ich finde es auch nicht immer unterstützungswürdig, wenn so kleine Gruppierungen, ob rechts oder links, schnell zu einem Politakt aufkommen und dann wieder verschwinden. Wir alle wollen ja mit der Politik erreichen, dass wir in Frieden zusammenleben können. Wenn das eine Gruppierung mit einem breiten Spektrum macht, werden diese auch Erfolg haben. Unsere ersten Kantonsräte hatten harte Zeiten, sie haben im Kantonsrat gelitten und verloren im Multipack. Damals kam kein Mensch auf den Gedanken, ob das gerecht war oder nicht. Es gibt auch noch andere Ansichten von Demokratie und zwar, warum soll eine kleine Gemeinde nicht im Kantonsparlament vertreten sein? Meistens haben diese finanziell viel mehr zu kämpfen und müssen auf einige Bequemlichkeiten verzichten. Es wird immer wieder Riemenstalden als Beispiel hervorgehoben. In Riemenstalden gibt es ein Restaurant mit 14 Gaultmillau - Punkten, dh. nur 1 Punkt hinter dem Restaurant Pur (Plaza) in Pfäffikon. Die Riemenstaldner benötigen vermutlich sehr viel Aufwand auf der ganzen Ebene. Nehmen wir als Beispiel die Zufahrtsstrasse, die auf verschiedenen Kantonsteilen liegt! Der Vertreter im Kantonsrat hilft mit, dass komplizierte Strassenproblem zu lösen, denn er kennt die Gegebenheiten am besten. Auch kleine Gemeinden werden so zu Glanzleistungen animiert. Wir haben die neue Kantonsverfassung der eigenwilligen Bevölkerung und der hügeligen Landschaft des Kantons so gut wie möglich angepasst. Das wurde von der Bevölkerung honoriert. Fragen sie einmal die Einwohner ihrer Gemeinde, wer für sie im Kantonsrat sitzt! Meistens wissen das die Leute von kleinen Gemeinden genaustens. Die in den bevölkerungsreichen Orten kümmern sich immer weniger darum. Wollen wir diese Anonymität noch fördern? Die Mischung von Proporz und Majorz beinhaltet eine soziale Gerechtigkeit, die nicht mit dem Computer ausgerechnet werden kann. Also erhalten wir das Bewährte, das unseren Kanton so erfolgreich machte.

Schwyzer Volksblatt

c/o New Economy GmbH

c/o Grotzenmühlestrasse 32 - 8840 Einsiedeln

info@schwyzer-volksblatt.ch


Impressum