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Sonntag, 29.11.2020 / 8. Jg.

Der Fakten-Akrobat aus Wollerau - Leserbrief Schwyzer Volksblatt

Von CHRISTIAN EIHOLZER | 2015-08-13

Der Fakten-Akrobat aus Wollerau

 

Wahlen 2015

Die Täuschung war sein Programm: Giacomo Casanova, hiess der grosse venezianische Verführer.
Marco Casanova, heisst der christdemokratische Verführer und Ständeratskandidat. Mit gutbürgerlichen Anliegen, wie etwa dem Ruf nach einem schlanken Staat, sind seine ansonsten schwachen Argumente zwar schön umhüllt, aber ohne Substanz.
So rechnet er beispielsweise vor, weshalb man seine Stimme nicht den beiden bisherigen, erprobten SVP-Ständeräten geben soll. Die SVP sei mit lediglich 11% im Ständerat nur eine Kleinpartei. Die CVP hingegen ist mit 28% die stärkste Kraft in der kleinen Kammer, und er könne deshalb dort viel mehr bewegen. Nun, mit Casanovas Logik dürfte man demzufolge keine CVP-Nationalräte mehr wählen. Denn im Nationalrat ist das Verhältnis genau umgekehrt. Rund 27% SVPlern, stehen nur gerade 12% CVPler gegenüber. Ob diese simple Casanova-Rechnung dem Einsiedler Bierbrauer schmeckt? Wem es ausserdem Ernst ist mit bürgerlichen Werten, muss sich im Klaren sein, dass die SVP bei Weitem geschlossener und bürgerlicher abstimmt, als die tief gespaltene und oftmals mit Linken stimmende CVP. Über das Referendum zum NFA schreibt Casanova weiter: In der Sache habe die SVP zwar recht, aber politisch könne es zum Bumerang werden, falls man an der Urne verlieren sollte. Es gelte deshalb den Stier bei den Hörnern zu packen..
Natürlich kann es immer passieren, dass man an der Urne verliert. Wer aber aus Angst vor einer Niederlage den Wettbewerb scheut, wird nie etwas ändern können und akzeptiert auch stillschweigend den momentan herrschenden, desolaten Zustand.
Während die SVP also die Ärmel hochkrempelt und Unterschriften für ein NFA-Referendum sammelt, philosophiert Casanova von den Zuschauerrängen wie man den Stier doch besser bei den Hörnern packen sollte… Statt Taten ist Casanovas Kredo offenbar die heisse Luft, aber von der hatten wir diesen Sommer genug. Im Wahlherbst braucht es deshalb wieder SVP-Coolness.

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