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Montag, 21.09.2020 / 8. Jg.

Erbschaftssteuer ist Arbeitsplatzkiller - Leserbrief Schwyzer Volksblatt

Von PAUL FISCHLIN | 2015-06-02

Erbschaftssteuer ist Arbeitsplatzkiller

 

Zur Erbschaftssteuer

Einmal mehr wollen Sozialisten und Grüne eine steuerliche Gleichmacherei politisch umsetzen. Da viele EU-Staaten ebenfalls die Erbschaftssteuer kennen, wollen genau diese Politikgruppen uns schleichend der EU annähern, und so unsere so wichtigen wirtschaftlichen Steuervorteile vernichten und preisgeben. So wird der Werkplatz Schweiz geschwächt. Da stellt sich die Frage: Wollen wir den gleichen Steuerschlamassel (Unsinn) wie unsere Nachbarländer in der EU? Oder ist das heutige System, wo die Kantone selber entscheiden können, nicht besser? Die meisten Unternehmen investieren die Gewinne wieder in der Firma (Infrastruktur, Produktion und Forschung). Die Befürworter der Erbschaftssteuer sagen, dass ein Grossteil der KMU davon nicht betroffen wäre. Es gibt aber auch viele KMUs, wo ein Arbeitsplatz 200 000 - 300 000 Franken kostet (Infrastruktur, Inventar), die dann je nach Firmengrösse schnell erbschaftssteuerpflichtig werden und somit in ihrer Existenz bedroht sind. Dank dem, dass wir bis heute keine einheitliche Bundeserbschaftssteuer haben, sind auch etliche internationalen Firmen in die Schweiz gezogen und haben ihren Hauptsitz in unser Land verlegt und so Arbeitsplätze geschaffen. So zum Beispiel das deutsche Familienunternehmen Liebherr (Hersteller von Kühlschränken, Baumaschinen und Baukränen). Ein Grund, wieso Liebherr ihren Hauptsitz in der Schweiz hat, ist die Erbschaftssteuer in Deutschland. (Liebherr beschäftigt in der Schweiz 1700 Personen, weltweit 40 000.) Wenn die Familie Liebherr in Deutschland die Erbteilung gemacht hätte, hätte sie bei Banken hohe Kredite aufnehmen müssen, um die Erbschaftssteuer zu bezahlen, oder sie hätte das Familienunternehmen an einen Grosskonzern oder eine Investorengruppe verkaufen müssen, was dann sicher Arbeitsplätze gekostet hätte. Aber auch heimische Grossfirmen sind durch die Erbschaftssteuer gefährdet, so zum Beispiel der Bahnhersteller Stadler Rail, der weltweit Eisenbahnzüge verkauft. Bei einer Erbteilung müsste auch Peter Spuhler hohe Kredite aufnehmen, um die Erbschaftssteuer zu bezahlen. Geld, das dann im Produktionsausbau oder in der Forschung fehlt. Oder Peter Spuhler müsste seine Firme auch international verkaufen. Geschätzte Stimmbüger: Können wir es uns leisten, den Werkplatz Schweiz national und international für Firmen (Familienunternehmen) wirtschaftlich unattraktiv zu machen, und so Arbeitsplätze gefährden? Bei einmal eingeführten Steuern besteht zudem die Gefahr, dass sie in Zukunft verändert werden können und zwar zum Nachteil des Steuerzahlers. Die Bundeserbschaftsteuer ist ein Wirtschaftskiller. Darum sage ich NEIN zu dieser Steuer.

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