Politik der SVP Kanton Schwyz


Mitteilungen / Leserbriefe / News

Samstag, 28.11.2020 / 8. Jg.

Unser Gastgewerbe als gelebte Tradition erhalten

Von BERNHARD DIETHELM | 2014-09-01

Unser Gastgewerbe als gelebte Tradition erhalten

 

JA zur Abschaffung der MwSt-Diskriminierung

Das Gastgewerbe begleitet mich bereits mein halbes Leben - seit 5 Jahren als Wirt und damit als selbstständiger Unternehmer noch intensiver. Ja, es ist mein Leben - meine Berufung!
Und genau deswegen ist es mir ein Anliegen, dass sich das Schweizer Volk am 28. September 2014 hinter das Anliegen der Gastronomiebranche stellt und dieser unsäglichen Mehrwertsteuer-Diskriminierung ein Ende setzt. Um was geht es eigentlich?
Seit Einführung der Mehrwertsteuer im Jahr 1995 werden Restaurants gegenüber Kiosken, Kebabständen und anderen Take-Away-Betrieben sowie Detailhändlern bei der Mehrwertsteuer diskriminiert. Warum? Weil gastgewerbliche Leistungen mit 8 Prozent Mehrwertsteuer belastet werden, diejenigen von Take-Away-Betrieben jedoch nur mit 2,5 Prozent. Damit wird nicht nur das Gastgewerbe diskriminiert, sondern auch die täglich 2,5 Millionen Gäste, die sich im Gastgewerbe verpflegen. Denn letztendlich sind es die Gäste, die die Mehrwertsteuer bezahlen müssen.

Restaurateure als wirtschaftliche und gesellschaftliche Grundpfeiler

Das Schweizer Gastgewerbe beschäftigt direkt rund 210`000 Personen. Dies sind rund 7 Prozent aller Beschäftigten im Dienstleistungssektor oder gut 5 Prozent der Beschäftigten in allen Sektoren. Das Gastgewerbe schafft aber auch indirekt viele Arbeitsplätze in anderen Branchen wie zum Beispiel in der Bauwirtschaft, im Fachhandel sowie in der Landwirtschaft. So wird in der Schweiz rund die Hälfte des Fleisches in der Gastronomie konsumiert. Damit werden auf dem Bauernhof, bei den Grosshändlern und im lokalen Gewerbe viele Arbeitsplätze geschaffen. Ein starkes Gastgewerbe ist daher auch im Interesse der gesamten Volkswirtschaft. Die Restauration ist ein sehr arbeitsintensives Gewerbe. So wird im Durchschnitt über die Hälfte des Umsatzes zur Bezahlung von Löhnen eingesetzt. Das geltende Mehrwertsteuerrecht fördert hingegen jene Betriebe, welche über stark automatisierte Prozesse verfügen (Stichwort Convenience-Food) oder nur einen sehr geringen Serviceteil aufweisen (Take-Aways). Dies gefährdet längerfristig Arbeitsplätze.
In Gefahr ist damit aber auch der soziale Austausch untereinander. Ich wehre mich gegen den Gedanken, dass das Gespräch untereinander, nach getaner Arbeit, in einer traditionellen "Dorfbeiz" bei einem Glas Bier mehr und mehr verschwindet. Sind wir wirklich soweit, dass wir nur dem gesellschaftlichen Wandel wegen, auf dieses "gemütliche Zusammensitzen" verzichten? Können soziale Medien (u.a. Facebook) wirklich als Ersatz von dessen herhalten oder sind sie eben doch die "Totengräber" des nationalen Zusammenhalts? Eine Frage, die jeder Einzelne für sich zu beantworten hat!
Ich jedenfalls glaube weiterhin an das gemütliche Zusammensitzen bei einem Glas Bier. Klar ist: die Beendigung der MwSt-Diskriminierung für das traditionelle Gastgewerbe löst nicht alle Probleme unserer Branche. Eine verbesserte Grundlage eines jeden Restaurateurs schafft es aber allemal und deshalb empfehle ich am 28. September 2014 ein JA zur Volksinitiative «Schluss mit der MwSt-Diskriminierung des Gastgewerbes!»

Schwyzer Volksblatt

c/o New Economy GmbH

c/o Grotzenmühlestrasse 32 - 8840 Einsiedeln

info@schwyzer-volksblatt.ch


Impressum