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Schwyzer Volksblatt, Mittwoch 18.09.2019 / 7. Jahrgang

Gemeinde Lachen beschliesst Energiestrategie

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Gemeinde Lachen beschliesst Energiestrategie

Der Gemeinderat Lachen hat erkannt, dass die effiziente Anwendung von Energie nicht nur den Bund und die Kantone betrifft, sondern auch die Gemeinden einen Handlungsspielraum haben. Basierend auf einer Analyse des Umfeldes wurde eine Vision formuliert und sind die ersten Massnahmen beschlossen worden. Die Gemeinde selber ist nicht nur ein grosser Energieverbraucher, sondern auch ein wichtiger Akteur, wenn es darum geht, den Energieverbrauch auf dem Gemeindegebiet zu beeinflussen: Sie nimmt kommunale Planungsaufgaben war, sorgt für den Vollzug der kantonalen Energievorschriften, hat Versorgungsaufgaben (Elektrizität, Trinkwasser und Abwasser) und nimmt eine Vorbildfunktion ein. Im Hinblick auf die Energiewende will Lachen in diesem Rahmen eine aktive Rolle spielen und auch Kommunikationsarbeit leisten. Im Rahmen der gemeindeinternen Analyse wurden wichtige Handlungsfelder beleuchtet: So bestehen bei den gemeindeeigenen Bauten bezüglich Verbrauchsoptimierung und auch bei der Erneuerung bestehender Bauten Verbesserungsmöglichkeiten. Ebenso ist bei der internen Organisation und der Kommunikation noch einiges zu tun. Bei der Mobilität - welche in Bezug auf den Energieverbrauch ebenfalls wichtig ist - hat Lachen seine Hausaufgaben gemacht und zeichnet sich, beispielsweise durch eine hervorragende Anbindung an den öffentlichen Verkehr aus.

Vision mehr Energieeffizienz

Kompatibel mit den Zielen der nationalen Energiepolitik geht es darum, den Energieverbrauch auf dem Gemeindegebiet zu senken, wofür der sparsame und effiziente Energieeinsatz noch deutlich gesteigert werden muss. Um die Marschrichtung aufzuzeigen, sind in einer Arbeitsgruppe Leitsätze ausgearbeitet worden (siehe Kasten). Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 15. Januar 2013 die Leitsätze genehmigt.

Die Umsetzung der Lachner Energiepolitik wird als langfristige Aufgabe verstanden und betrifft alle Ressorts. Ein wichtiger Aspekt ist darum ein systematisches Vorgehen. Dazu gehört es, messbare Ziele zu formulieren und diese regelmässig zu überprüfen. Zentrale Aufgaben werden die Vorbildfunktion und die Kommunikationsarbeit sein. Auf diese Weise sollen die Einwohner/innen miteinbezogen werden und sich ebenfalls für mehr Energieeffizienz einsetzen.

Ausgehend von den Leitsätzen sind die ersten Massnahmen grob skizziert worden. In einem nächsten Schritt wird es Aufgabe der Gemeinde sein, diese zu konkretisieren und die Umsetzung zu starten.

Reduktion des Energieverbrauches in Gemeindebauten

Einen besonderen Stellenwert hat der Energieverbrauch in den eigenen Bauten. So ist als erste Massnahme eine Energiebuchhaltung eingeführt worden. Mit dieser werden der Wärme- und der Elektrizitätsverbrauch periodisch erfasst und verfolgt. So kann der Erfolg der Sparmassnahmen überprüft werden. Die Energiebuchhaltung zeigt auch auf, wo in Bezug auf Energieverluste die grössten Schwachstellen sind.

Wichtige Energiesparmassnahmen sind die Betriebsoptimierung – Einstellung der Regelung und Steuerung – die Nutzerinformation und die Weiterbildung der Hauswarte. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter ist durch korrektes Lüften und Ausschalten der elektrischen Geräte und der Beleuchtung gefordert mitzuwirken.

Mit einer Sanierungsplanung sollen die Bauten auf einen modernen Stand mit einem niedrigen Energieverbrauch gebracht werden. Neubauten müssen ebenfalls modernen Standards entsprechen. Vorgesehen ist für die Neubauten der Gemeinde, das „Leitbild Nachhaltiges Bauen“ des Kantons Schwyz zu übernehmen. Schliesslich soll auch auf elektrische Geräte, welche beschafft werden, ein Augenmerk gelegt werden.

Quelle: www.lachen.ch

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2013-07-25
Schwyzer Volksblatt