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Schwyzer Volksblatt, Mittwoch 18.09.2019 / 7. Jahrgang

Zur Volksinitiative Aufhebung der Wehrpflicht

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Zur Volksinitiative Aufhebung der Wehrpflicht

Am 22. September 13 werden Volk und Stände über die von der Gruppe Schweiz ohne Armee (GSoA) und weiteren linken Kreisen stammende Volksinitiative zur Aufhebung der Wehrpflicht abstimmen. Der Verein für eine sichere Schweiz mit seinen rund 300"000 Mitgliedern, der Bundesrat, die Mehrheit von Stände- und Nationalrat sowie die Parteien CVP/EVP, SVP, FDP, BDP und GLP bekämpfen diesen Angriff zur Abschaffung der Armee.

Freiweillige Milizarmee ist eine Illusion

Bei einer Abschaffung der Wehrpflicht muss die Schweiz auf ein enormes Qualitätspotenzial ihrer Soldaten verzichten. Denn in unserer Milizarmee leisten die besten Schweizer Köpfe – aus allen Gesellschaftsschichten und Berufsgruppen – ihren Dienst.

Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass Armeen ohne Wehrpflicht die grösste Mühe haben, genügend gutes Personal zu rekrutieren. Freiwillig melden sich meist zu wenige und die Falschen! Eine «Freiwillige Miliz» ist de facto eine Berufsarmee. Denn die Rekrutierungsprobleme können nur mit massiven finanziellen Anreizen entschärft werden.

Eine Berufsarmee ist nicht zielführend. Sie ist teurer als eine Milizarmee und es muss permanent eine Beschäftigung für sie gesucht werden. Eine Berufsarmee ist in Friedenszeiten zu gross und im Kriegsfall zu klein, weil keine personellen Reserven vorhanden sind.

Angriff auf das Erfolgsmodell Schweiz

Den Sozialdemokraten, den Grünen und der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) geht es nicht um eine Änderung des Wehrmodells. Ihr Ziel ist die schrittweise Abschaffung unserer Armee.

Werden Freiwillige mit viel Geld zum Militärdienst gelockt, folgt bald die Forderung nach staatlicher Entschädigung für jeglichen freiwilligen Dienst an der Gesellschaft (in allen Vereinen, Feuerwehr, Politik etc.) mit dem Resultat, dass das Solidaritätsmodell der Schweiz untergraben wird.

Einer für alle, alle für einen. Wehrpflicht und Milizprinzip machen den Schutz des Landes zur gemeinsamen Aufgabe aller Schweizer Bürger. Die Wehrpflicht ermöglicht es jungen Menschen, der Allgemeinheit etwas zurückzugeben. Das stärkt den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Deshalb ist der Militärdienst ein Akt der Solidarität. Man täusche sich nicht, die Annahme der Initiative hätte Folgen weit über die Armee hinaus. Es ist das System Schweiz, das im Visier steht, es geht letztendlich um die Rolle des Bürgers gegenüber dem Staat.

Während der Grundausbildung lernen junge Leute viele nützliche Kompetenzen: Teamfähigkeit, Einsatzbereitschaft, Pflichtbewusstsein sowie körperliche und geistige Belastbarkeit. Das ist auch im späteren Berufsleben nützlich.

Sicherheit von Land und Bevölkerung nicht mehr gewährleistet

Die Welt und Europa sind seit dem Ende des Kalten Krieges nicht sicherer geworden. Die Herausforderungen in Bezug auf die Sicherheit sind heute vielfältiger und weniger fassbar. Eskalierende Bedrohungen der inneren Sicherheit sowie Grossereignisse wie Terroranschläge, Natur- oder technische Katastrophen können die Polizei und die zivilen Rettungskräfte allein nicht mehr bewältigen. Dazu braucht es die Unterstützung durch die Armee.

Ohne Sicherheit keinen Wohlstand und keine Freiheit. Sicherheit ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine nationale Aufgabe und hat ihren Preis. Dafür ist unsere Milizarmee das einzige schweizweit einsetzbare robuste Mittel bei Krisen, Katastrophen und Konflikten.

Dank Militärdienstpflicht und Milizprinzip lässt sich die Grösse der Armee flexibel den aktuellen Bedürfnissen und der Sicherheitslage anpassen. Heute sind gleichzeitig durchschnittlich nur 5000 Soldaten im Dienst (ohne Schulen). Sollte sich die Sicherheitslage aber verschlechtern, ist eine ausreichende personelle Aufstockung möglich.

Bei einer Abschaffung der Wehrpflicht ist die Sicherheit von Land und Bevölkerung davon abhängig, ob sich genügend Freiwillige melden – im Falle einer Krise oder eines bewaffneten Konflikts eine Illusion.

Quelle: www.unsicherheits-initiative-nein.ch

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2013-07-16
Schwyzer Volksblatt