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Schwyzer Volksblatt, Sonntag 19.11.2017 / 5. Jahrgang

Medienmitteilung zur kantonalen Volksinitiative

Von - 21.05.2017

Medienmitteilung zur kantonalen Volksinitiative

Nur wenige kantonale Abstimmungen bewegten in der Vergangenheit die Bevölkerung wie dies die KESB-Initiative «Keine Bevormundung der Bürger und Gemeinden» in den vergangenen Wochen tat. Wo kein persönlicher Bezug zur Behörde bestand, hat offensichtlich die massive Behördenpropaganda zur Verunsicherung beigetragen. Eine kleine Mehrheit der Stimmbürger hat heute beschlossen, einen anderen Weg einzuschlagen um die KESB weiter zu entwickeln, als dies die Initiative vorgeschlagen hat. Es bleibt nun zu hoffen, dass die Initiativgegner, wie während des Abstimmungskampfes stets zugesprochen, bei den notwendigen Änderungen auf Bundesebene mithelfen.

Spannender Abstimmungskampf

Ein spannender Abstimmungskampf geht heute Sonntag zu Ende. Nicht aber die Weiterentwicklung der kantonalen Kindes- und Erwachsenenschutz-Behörde. Denn der Handlungsbedarf war stets unbestritten. Die Schwyzer Stimmbevölkerung hat ganz knapp entschieden, die Strukturen der Kindes- und Erwachsenenschutz-Behörde nicht so zu ändern, wie dies die Initiative vorgeschlagen hat. Eine Änderung der Organisationsstruktur wäre eine Chance gewesen, um schnellere und menschlicher Entscheide anstatt wie bisher meist weltfremde bürokratische Entscheide herbeizuführen. Das knappe Resultat bestätigt aber eindeutig, dass die Weiterentwicklung der KESB rasch vorangetrieben werden muss, damit weniger bürokratische Entscheide gefällt werden und die Gemeinden wieder mehr Mitspracherechte zu ermöglichen.

Ein ganz knappes Resultat, wobei vor allem der Unterschied der Inner- und der Ausserschwyz zu denken gibt. Die Ausserschwyzer Bevölkerung war offensichtlich durch bereits bekannte Fälle in den Medien gegenüber der Kinder- und Erwachsenenschutz-Behörde sensibler eingestellt als die Innerschwyz. Bestimmt hat aber auch die massive Behördenpropaganda zur Verunsicherung beigetragen. Es bleibt nun zu hoffen, dass die Initiativgegner wie versprochen, sich für einen besseren Austausch zwischen der Behörde und den Gemeinden einsetzen und Begehren unterstützen, welche auf eidgenössischer Ebene versuchen, die notwendigen Änderungen im Zusammenhang mit der Kindes- und Erwachsenenschutzgesetzgebung zu ändern.

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