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Schwyzer Volksblatt, Freitag 14.12.2018 / 6. Jahrgang

Kein radikales Sparszenario im öffentlichen regionalen Verkehr

Von - 19.12.2014

Kein radikales Sparszenario im öffentlichen regionalen Verkehr

Der Regierungsrat legt dem Kantonsrat das Grundangebot des öffentlichen Verkehrs für die Jahre 2016-2019 vor. Als besondere Herausforderungen gelten die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels und die Sperrung des Zugersee-Ostufers. Mit einem Sparszenario “moderat” erfüllt die Vorlage zudem die Vorgaben aus dem Entlastungsprogramm 2014-2017. Aufgrund der negativen Rückmeldungen aus dem Vernehmlassungsverfahren wird das Sparszenario “radikal” nicht weiterverfolgt. Der Regierungsrat legt dem Kantonsrat das Grundangebot des regionalen öffentlichen Verkehrs für die Jahre 2016-2019 zur Genehmigung vor. Eine besondere Herausforderung stellen übergeordnete Rahmenbedingungen dar. Die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels und die Sperrung der Bahnstrecke zwischen Arth-Goldau und Zug üben einen direkten Einfluss auf das Angebot aus. Übergeordnetes Ziel ist es, auch unter den neuen Vorzeichen ein attraktives Angebot des öffentlichen Verkehrs im Kanton Schwyz aufrechterhalten zu können. Der Anteil des Kantons am Abgeltungsbedarf beträgt für die Jahre 2016-2019 zwischen 15.7 Mio. Franken und 17.8 Mio. Franken.

Beitrag zum Entlastungsprogramm 2014-2017

Im Rahmen des Entlastungsprogramms 2014-2017 soll auch der öffentliche Verkehr einen Beitrag zur Entlastung des Kantonshaushalts leisten. Es wurden deshalb sämtliche Linien nach einheitlichen Kriterien auf Sparpotenzial überprüft. Daraus resultierten zwei mögliche Szenarien, welche in die Vernehmlassung geschickt wurden. Ein Szenario „radikal“, das einen massiven Angebotsabbau und Einsparungen von 6.15 Mio. Franken pro Jahr vorsah, und ein Szenario „moderat“, das den Rückzug des Kantons aus einzelnen Linien beinhaltet und Einsparungen von jährlich 500 000 Franken bringt. Das Szenario „radikal“ wurde in über 80 Prozent der Stellungnahmen abgelehnt, da es den öffentlichen Verkehr massiv schwächen würde. Der Regierungsrat hat dieses Szenario deshalb nicht weiterverfolgt. Er hält aber am Szenario „moderat“ fest, das den Rückzug des Kantons aus der Mitfinanzierung von fünf Linien vorsieht, da diese eine geringe Grunderschliessungsfunktion haben oder die Wirtschaftlichkeitskriterien nicht erfüllen: Buslinien Schwyz-Oberiberg, Muotathal-Sahli und Pfäffikon-Roggenacker-Schindellegi-Chaltenboden sowie Beiträge an die Rigi-Bahn und die Luftseilbahn Morschach-Stoos.

Entwicklungsfelder zeigen die Zukunft auf

Zusätzlich zum Grundangebot wurden in der Vernehmlassung auch Entwicklungsfelder für die zukünftige Ausrichtung des öffentlichen Regionalverkehrs aufgezeigt. Dazu zählen das Umleitungs- und Ersatzangebot während der Bahnsperrung zwischen Arth-Goldau und Zug, die Optimierung des Angebots zwischen Innerschwyz und Ausserschwyz, Entwicklungen im Talkessel von Schwyz, sowie Anpassungen beim Tarifverbund Schwyz. Die Rückmeldungen aus der Vernehmlassung und erste Auswertungen der 4. Teilergänzung S-Bahn Zürich zeigen, dass vor allem Angebotskorrekturen in Ausserschwyz und in der Region Einsiedeln/Ybrig erwartet werden und nötig sind. Deshalb wurde ein weiteres Entwicklungsfeld Ausserschwyz und Region Mitte definiert.

Quelle: www.sz.ch

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