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Schwyzer Volksblatt, Mittwoch 12.12.2018 / 6. Jahrgang

Breites Komitee gegen Ecopop

Von - 21.10.2014

Breites Komitee gegen Ecopop

Am 20. Oktober ist das breit abgestützte Komitee “Ecopop NEIN” in Bern vor die Medien getreten. Ausnahmslos alle Mitte- und bürgerlichen Parteien lehnen die absurde und schädliche Initiative ab. Eine starre Zuwanderungsquote würde die wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz und damit unseren Wohlstand gefährden und uns in Europa komplett isolieren. Gleichzeitig lehnt das Komitee die absurden entwicklungspolitischen Forderungen und damit die Einmischung in die Bevölkerungspolitik anderer Staaten vehement ab.

Kein Spielraum wie bei Masseneinwanderungsinitiative

„Wenn unseren Unternehmen nicht genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen, verlassen sie die Schweiz. Ecopop gefährdet zehntausende von Arbeitsplätzen“, betonte FDP-Nationalrätin Petra Gössi. Im Gegensatz zur Masseneinwanderungsinitiative vom Februar lasse Ecopop keinen Spielraum offen, die starren Forderungen wären für die hiesige Wirtschaft fatal. Da Ecopop weder auf die Bedürfnisse der Unternehmen noch auf die demografische Entwicklung Rücksichten nehme, würden auf dem Arbeitsmarkt riesige Lücken aufgerissen.

Die grünliberale Nationalrätin Tiana Angelina Moser thematisierte das grüne Mäntelchen von Ecopop und unterstrich, dass die Initiative der Umwelt nichts nützt: „Echten Umweltschutz betreiben wir, indem wir unseren Ressourcenverbrauch senken und nicht indem wir die Grenzen schliessen. Für die Umwelt macht es keinen Unterschied, auf welcher Seite der Grenze CO2 oder Schadstoffe ausgestossen werden.“

Stark betroffene KMU

SVP-Nationalrat Hansjörg Walter beleuchtete vor allem die Auswirkungen der Initiative auf Landwirtschaft und Gewerbe. Bei einem derart knapp bemessenen Kontingent seien harte Verteilkämpfe zwischen den Branchen unausweichlich. Diese Auseinandersetzung sei schädlich, denn sie lähme die Wirtschaft. Walter befürchtet, dass gerade die KMU den Kürzeren ziehen werden. Die absehbare Folge: „Auch die Produktion der Güter von KMU und Landwirtschaft würde sich ins Ausland verlagern.“ Deshalb lehnten sowohl der Bauernverband wie auch die SVP die Initiative klar ab.

Nein zu einer anmassenden Entwicklungspolitik

Auf die absurden Forderung von Ecopop betreffend Entwicklungspolitik verwies EVP-Nationalrätin Marianne Streiff: „Das weltweite Bevölkerungswachstum mit dem Verteilen von Kondomen und Aufklärungskursen stoppen zu wollen, ist zu kurzfristig gedacht, anmassend und kolonialistisch. Die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit investiert heute erfolgreich in viele Bildungsprojekte in ärmeren Ländern. Nur damit werden die Frauen nachhaltig gestärkt und können die Planung ihrer Zukunft und die ihrer Familie aktiv in die eigenen Hände nehmen.“ Die Erfahrung zeige eindeutig, dass überall auf der Welt, wo das Bildungsniveau und die wirtschaftlichen Perspektiven verbessert werden, die Geburtenrate rasch und nachhaltig sinke.

Quelle: www.ecopopnein.ch

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