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Schwyzer Volksblatt, Freitag 14.12.2018 / 6. Jahrgang

Nachhaltiger Hochwasserschutz für die Obere March

Von - 17.03.2014

Nachhaltiger Hochwasserschutz für die Obere March

Wiederkehrende Überflutungen im Siedlungsgebiet von Tuggen gefährden entscheidend die wirtschaftliche Nutzung der Oberen March. Der Regionale Entwässerungsplan Obere March (REP OM) soll die Situation entschärfen. Der Plan beinhaltet 19 aufeinander abgestimmte Massnahmen für den nachhaltigen Schutz vor Hochwasser sowie für die Qualitätsverbesserungen und Aufwertung der Gewässer. Um die Standort- und Lebensqualität der Oberen March aufzuwerten, werden die Gemeinden durch die Kantone Schwyz und St. Gallen mit einer regionalen Entwässerungsplanung unterstützt. Das ganzheitliche Konzept ermöglicht es, im Einzugsgebiet zwischen Linth und Oberem Zürichsee wirksame Hochwasser- und Gewässerschutzmassnahmen vorzunehmen.

Hochwasser in der Oberen March

Ausgangspunkt für die regionale Entwässerungsplanung im gemeinde- und kantonsübergreifenden Einzugsgebiet sind wiederholte Überflutungen im Siedlungsgebiet von Tuggen durch den Tuggenerkanal und seine Seitengewässer. Überschwemmungen stellen für die wirtschaftliche Nutzung der Oberen March eine Gefährdung dar. Betroffen sind besonders die Schwyzer Gemeinden Tuggen, Schübelbach, Reichenburg und Wangen sowie die St. Galler Gemeinde Benken.

Um das Gebiet langfristig zu schützen, hat der Schwyzer Regierungsrat im Juli 2013 den REP OM erlassen und genehmigt. Damit ist dieser behördenverbindlich. Ein Lenkungsausschuss, der vom Schwyzer Umweltdirektor Andreas Barraud präsidiert wird, eine Projektleitung, ein Projektausschuss sowie verschiedene Fachbüros begleiteten die Umsetzung der diversen Planungen. In enger Zusammenarbeit mit direkt Betroffenen haben diese Gremien in den vergangenen Jahren die einzelnen Planungsphasen, Abläufe aller Arbeiten, Budgets und Termine entwickelt und koordiniert.

19 Massnahmen im Überblick

Nun liegt der integrale Massnahmenplan vor. Dieser empfiehlt innerhalb von vier Handlungsfeldern 19 konkrete Massnahmen, um die Hochwasser- sowie Gewässerschutzziele in der Oberen March zu erreichen und die analysierten Schutzdefizite zu beheben. Handlungsbedarf besteht insbesondere in folgenden vier Bereichen:

Hochwasserschutz natürlicher Gebiete und hydraulische Überlastung Siedlungsentwässerung,

Gewässerschutz bei Trockenwetter,

Gewässerschutz bei Regenwetter und

Aufwertungsmassnahmen für Gewässer.

Nach dem Erlass des Entwässerungsplans besteht die erste Aufgabe darin, eine geeignete Projektträgerschaft zu gründen. Die Massnahme Nr. 1 des REP OM „Projektträgerschaft Massnahmenum-setzung“ wird damit umgesetzt. Die Umsetzung der Massnahmen 2-19 wird von der Projektträgerschaft, bestehend aus den Parteien eines Zusammenarbeitsvertrags und einem Geschäftsführer begleitet. Diese vereinbaren, die Massnahmen gemeinsam zu koordinieren. Dem Geschäftsführer obliegt die operative und administrative Führung im Hinblick auf die Umsetzung der Massnahmen, im Einzelnen gemäss dem Pflichtenheft für den Geschäftsführer 2015-2019. Die Submission des Geschäftsführers beginnt mit der Publikation im Amtsblatt Mitte April 2014. Die Arbeitsaufnahme durch den Geschäftsführer ist nach der Gründungsversammlung der Projektträgerschaft terminiert.

Umfassend und zeitnah informieren

Die Projektträgerschaft führt periodisch gemeinsame Informations- und Koordinationssitzungen durch. Dabei informieren sie sich allseitig über die Zwischenergebnisse und den Stand der Massnahmenumsetzung. Sie kann bei Bedarf auch interessierte Dritte dazu einladen. Insbesondere soll die Projektträgerschaft künftig periodisch umfassend und zeitnah alle Beteiligten - einschliesslich die Öffentlichkeit und alle Betroffenen - informieren. Diese Informationspflicht beinhaltet auch die Anhörung von Betroffenen.

Quelle: www.sz.ch

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