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Schwyzer Volksblatt, Freitag 23.08.2019 / 7. Jahrgang

Lehrplan 21 soll hinsichtlich Anforderungen und Umfang reduziert werden

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Lehrplan 21 soll hinsichtlich Anforderungen und Umfang reduziert werden

Der Erziehungsrat verabschiedet Stellungnahme des Kantons Schwyz. Der Erziehungsrat hat seine Stellungnahme zum Entwurf des Lehrplans 21 verabschiedet. Er stützt sich dabei auf ein kantonsinternes Vernehmlassungsverfahren, bei welchem 52 Rückmeldungen eingingen. Allgemein und insbesondere von den unmittelbar betroffenen Schulträgern wird der gemeinsame Lehrplan begrüsst. Allerdings beantragt der Erziehungsrat bei der Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz (D-EDK) eine Überarbeitung des Lehrplans hinsichtlich Anforderungen und Umfang. Abgestützt auf den Grundlagenbericht hat die D-EDK ab 2010 einen Entwurf des Lehrplans 21 (LP21) ausgearbeitet und diesen Ende Juni 2013 in eine breite Konsultation gegeben. Im Kanton Schwyz erhielten die Schulträger, Schulleitungen, schulnahen Verbände, Parteien, Wirtschaftsverbände und weitere interessierte Kreise bis Mitte Oktober die Gelegenheit, sich zuhanden des zuständigen Erziehungsrats zum Lehrplanentwurf zu äussern.

Bedenken vor allem bezüglich Umfang

Der Erziehungsrat kommt nach Auswertung der internen Vernehmlassung zum Schluss, dass der gemeinsame Lehrplan grundsätzlich auf ein gutes Echo stösst. Die Beschreibung der Lehrplanziele in Form von Kompetenzen und deren praktischer Anwendung werden als zeitgemäss beurteilt. Ebenso wird die Gliederung in die drei Zyklen (Kindergarten bis 2. Klasse, 3. – 6. Klasse, Sekundarstufe I) nicht in Frage gestellt. Die grundsätzlich gewünschte Stärkung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik und Natur & Technik) geht teils einher mit einer Vorverschiebung von Kompetenzen in den 1. und 2. Zyklus. Aus Sicht des Erziehungsrats wird dies als zu ehrgeizig beurteilt.

Generell teilt der Erziehungsrat die verschiedentlich angemeldeten Bedenken, ob die pro Zyklus festgelegten Mindestansprüche tatsächlich allesamt erreicht werden können. Der Erziehungsrat verlangt daher von der D-EDK eine nochmalige generelle Priorisierung und Entschlackung der Lehrplaninhalte.

Fächerübergreifende Themen

Für „Berufliche Orientierung“ und „ICT & Medien“ sind gemäss Entwurf LP21 nicht explizit eigene Zeitgefässe vorgesehen. Während in den ersten beiden Zyklen dieser fächerübergreifende Ansatz akzeptiert wird, fordert der Erziehungsrat auf der Sekundarstufe I für diese Bereich eigene Zeitgefässe mit hoher Verbindlichkeit. Der Erziehungsrat spricht sich daher dafür aus, das heute bestehende Fach Lebenskunde auf der Sekundarstufe I beizubehalten und die Kompetenzen der „Beruflichen Orientierung“, aber auch des Fachs „Ethik, Religionen und Gemeinschaften“ diesem zuzuordnen. Nach wie vor soll somit die Klassenlehrperson für diese Themen verantwortlich sein.

Fremdsprachen

Nicht überraschend wurde in vielen Antworten das Anliegen eingebracht, die Themen „zwei Fremdsprachen in der Primarstufe“ und „unterschiedliche 1. Fremdsprache in der Deutschschweiz“ seien zu klären. Diese Fragen stehen jedoch im Zusammenhang mit der Sprachenstrategie der EDK und sind nicht Resultat der Erarbeitung des Projekts LP21. Der Erziehungsrat befürwortet die in Aussicht gestellte sorgfältige Analyse der Fremdsprachenstrategie auf Ebene EDK oder regional, ist aber auch der Ansicht, dass deswegen die Einführung des Lehrplans 21 nicht verzögert werden soll.

Hinweise und Fragen zur Umsetzung

Im Vernehmlassungsverfahren wurden verschiedene Anliegen und Hinweise eingebracht, die nicht direkt mit dem Lehrplanentwurf, sondern mit der kantonal bestimmbaren Umsetzung und deren Rahmenbedingungen (insbesondere Lektionentafel) stehen. Wie bereits angekündigt, wird der Erziehungsrat dazu nach erfolgter Freigabe des LP21 zur Einführung im Frühjahr 2015 eine zweite kantonale Vernehmlassung durchführen.

Quelle: www.sz.ch

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2013-12-19
Schwyzer Volksblatt