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Schwyzer Volksblatt, Samstag 15.12.2018 / 6. Jahrgang

KESB: 13 zusätzliche Stellen benötigt

Von - 13.12.2013

KESB: 13 zusätzliche Stellen benötigt

Der Regierungsrat hat für die beiden KESB und die dazugehörigen Behördensekretariate zusätzlich 12.9 Vollzeitstellen bewilligt. Davon sind 5.2 Vollzeitstellen auf drei Jahre befristet. Die zusätzlichen Stellen sind nötig, um den gesetzlichen Auftrag des Bundes erfüllen zu können. “Die personellen Mittel bei den KESB (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden) und den dazugehörigen Behördensekretariaten reichen schlichtweg nicht aus, um die Aufgaben gemäss Bundesrecht zu erfüllen. Fazit: Wir haben in erster Linie ein Ressourcenproblem und kein organisatorisches Problem.” Das ist die zentrale Feststellung des Regierungsrates bei der Beantwortung der Interpellation “Können die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden ihre Aufgaben erfüllen?” von Kantonsrat Dr. Bruno Beeler. Um diese wichtige Aufgabe gesetzeskonform erfüllen zu können, hat der Regierungsrat ab 1. Januar 2014 zusätzliche personelle Ressourcen im Umfang von gesamthaft 12.9 Vollzeitstellen für die KESB und deren Behördensekretariate bewilligt. Davon sind 5.2 Vollzeitstellen auf drei Jahre befristet. Mit der teilweisen Befristung der Stellen will sich der Regierungsrat den Handlungsspielraum offen lassen, bei einer allfälligen Entspannung der Situation Stellen abbauen zu können.

Mehr Eingänge als Erledigungen

In der Zeitspanne von Januar bis Ende Oktober 2013 haben sich bei den beiden KESB 1457 pendente Verfahren angesammelt. Monatlich sind in dieser Zeit durchschnittlich 197 Verfahren neu eingegangen. Davon konnten jedoch pro Monat durchschnittlich nur 75 abgeschlossen werden. Somit wächst der Pendenzenberg pro Monat in den beiden KESB um durchschnittlich 122 Verfahren.

Schweizweit ähnliche Situation

Mit der Einführung des neuen Kindes- und Erwachsenenschutzrechts und der neuen Strukturen hat die Zahl der Verfahren gegenüber dem alten Vormundschaftsrecht massiv zugenommen. Der Kanton Schwyz steht mit diesem Problem nicht alleine da. Rückmeldungen aus anderen Kantonen sowie Berichte in den Medien zeigen auf, dass sich die Situation in der ganzen Schweiz ähnlich präsentiert. Über die Gründe kann nur spekuliert werden. Es bestehen Mutmassungen, dass sich die Menschen eher wagen, potenzielle Gefährdungen im eigenen Umfeld zu melden, seit sie die Meldung nicht mehr in der eigenen Gemeinde abgeben müssen. Zudem erweckt die neue Bezeichnung „Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde“ den Eindruck für Zuständigkeiten, die das Gesetz gar nicht vorsieht. Offenbar sind auch die fachlichen und sachlichen Anforderungen, die vom neuen Bundesrecht ausgehen, schweizweit unterschätzt worden.

Quelle: www.sz.ch

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