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Schwyzer Volksblatt, Sonntag 22.09.2019 / 7. Jahrgang

Voranschlag 2014 - Bezirk Einsiedeln - Weitere Steuererhöhung ante portas

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Voranschlag 2014 - Bezirk Einsiedeln - Weitere Steuererhöhung ante portas

Der Voranschlag 2014 weist mit einem Aufwand von Fr. 80.972 Mio. und einem Ertrag von Fr. 77.347 Mio. einen Aufwandüberschuss von Fr. 3.625 Mio. aus. Die Aufwandsteigerung beträgt Fr. 4 Mio. oder 5.2% gegenüber dem Budget 2013. Der budgetierte Ausgabenüberschuss von Fr. 3.625 Mio. wird dem Eigenkapital entnommen. Dieses beträgt nach der Entnahme und nach Abschluss der Rechnung noch Fr. 5.374 Mio. Aufgrund der immensen Investitionen, welche bis ins Jahr 2020 auf den Bezirk Einsiedeln zukommen werden und des stetig schwindenden Eigenkapitals, wird der Bezirksrat bereits in naher Zukunft über eine erneute Steuerfusserhöhung beraten müssen.

Sachaufwand um 9.3% angestiegen

Der Personalaufwand ist um Fr. 0.886 Mio oder um 2.5% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Sachaufwand ist von Fr. 17.9 Mio. auf Fr. 19.6 Mio. oder um 9.3% angestiegen. Die markantesten Abweichungen gegenüber dem Voranschlag sind in den Randziffern und neu bei den Erläuterungen zum Voranschlag 2014 aufgelistet.

Der kantonale Finanzausgleich für das Jahr 2014 fällt gegenüber dem Vorjahr mit Fr. 8.2 Mio. um Fr. 216'000 tiefer aus. Der Gesamtbetrag bei der Verteilung der Grundstückgewinnsteuer des Kantons wurde neu auf Fr. 46 Mio. festgesetzt. Dies ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von über Fr. 12 Mio. Der Gesamtbetrag, der für den horizontalen Finanzausgleich zur Verfügung steht, wurde gegenüber dem Vorjahr bei den Gemeinden um Fr. 1.5 Mio. auf Fr. 19. 5 Mio., bei den Bezirken um Fr. 0.40 Mio. reduziert. Der direkte Finanzausgleich (Normaufwandausgleich) wurde um Fr. 5 Mio. auf Fr. 15 Mio. reduziert.

Die Entschädigungen an die Gemeinwesen sind um Fr. 0.5 Mio. gestiegen. Davon entfallen Fr. 278'000 auf die Erhöhung des Defizitbeitrages an den Rettungsdienst.

Die Passivzinsen können gegenüber dem Budget 2013 etwa gleich gehalten werden, obwohl eine Neuverschuldung von rund Fr. 9 Mio. eingerechnet wurde. Dies einerseits infolge des besseren Jahresabschlusses 2012 (Fr. 3.1 Mio.) und der noch nicht angefallenen Neubaukosten des Rechenzentrums. Die Abschreibungen betragen Fr. 5.44 Mio

Investitionsrechnung 2014 - Nettoinvestitionen von Fr. 9'367'000

Die Investitionsrechnung 2014 rechnet mit Ausgaben von Fr. 11'849'400 und Einnahmen von Fr. 2'482'400 mit Nettoinvestitionen von Fr. 9'367'000. Die grössten in der Investitionsrechnung eingestellten Projekte sind der Erweiterungsbau APH Langrüti, der Abschluss Neubau Schulhaus Euthal, die 1. Rate an die Genossenschaft Gerbe, div. Ausgaben für den Unterhalt der Bezirkstrassen und für die Umwelt und Raumordnung. Im Finanzplan 2014–2015 wurde mit Nettoinvestitionen von Fr. 14'757'000 gerechnet. Aufgrund von Projektverschiebungen und Projektverzögerungen mussten diverse Investitionen in die Finanzplanjahre 2015–2020 verschoben werden.

Spezialfinanzierungen

Bis auf die Wasserversorgung bugetieren alle Spezialfinanzierungen eine Entnahme aus den Rückstellungen, womit das vorhandene Eigenkapital weiter abgebaut werden kann. Bei der Schadenwehr ist das Eigenkapital im Jahre 2016, beim Abfall im Jahre 2015 aufgebraucht. Somit bedarf es zur gegebenen Zeit einer Gebühren- und/oder Leistungsanpassung.

Beim Alters- und Pflegeheim Langrüti rechnet die Spezialfinanzierung mit einem Ertragsüberschuss vor Mietzinsablieferung von Fr. 120'000. Gemäss Abstimmungsbotschaft entspricht die jeweilige Miete höchstens dem Überschussbeitrag. Die Differenz zum effektiven Mietzins muss über das ordentliche Budget des Bezirks finanziert werden. Der effektive Mietzins 2014 (Abschreibungen und Zins) würde Fr. 920'000 betragen.

Steuerfuss 2014

Die Stimmbevölkerung hat per 2013 der Steuerfusserhöhung von 220% auf 250% zugestimmt. Aufgrund der immensen Investitionen, welche bis ins Jahr 2020 auf den Bezirk Einsiedeln zukommen werden und des stetig schwindenden Eigenkapitals, wird der Bezirksrat bereits in naher Zukunft über eine erneute Steuerfusserhöhung beraten müssen.

Fazit des Säckelmeisters

Der Bezirk Einsiedeln wird weiterhin haushälterisch mit den Steuer- und Gebühreneinnahmen umgehen. Ziel ist es, den Bilanzfehlbetrag bis ins Jahr 2020 auszugleichen und den Selbstfinanzierungsgrad auf über 100% zu erhöhen. Erst dann kann mit einem Abbau der Fremdverschuldung begonnen werden. Jede Investition ist auf das Notwendige zu beschränken. Der Bezirksrat muss aber auch unternehmerisch denken und handeln und in Massnahmen investieren, die den Wohn- und Wirtschaftsstandort Einsiedeln fördern.

Quelle: www.einsiedeln.ch

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2013-11-15
Schwyzer Volksblatt