Politik Kanton Schwyz

Politik der SVP Kanton Schwyz - Mitteilungen / Leserbriefe

Schwyzer Volksblatt, Dienstag 18.12.2018 / 6. Jahrgang

Aus den Verhandlungen des Bezirksrates Einsiedeln

Von - 16.11.2013

Aus den Verhandlungen des Bezirksrates Einsiedeln

Sitzung vom 6. November 2013

Verzicht auf Einzonung im Schlapprig

Der Bezirksrat strebte im Rahmen der Nutzungsplanungsrevision an, ein in der Landwirt-schaftzone gelegenes Grundstück in der Grösse von 15‘372 m2 im Gebiet Schlapprig (östlich vom heute überbauten Gebiet) in die Wohnzone W1a einzuzonen. Dazu gelangte er an die Grundeigentümer, welche sich mit der Einzonung einverstanden erklärten. Der Bezirksrat ging davon aus, dass sich das Grundstück wegen seiner Lage (Ausblick auf See, Ruhe, Be-sonnung) sehr gut für eine Wohnzone mit einer tiefen Überbauungsdichte eigne, was ja auch die bestehenden, sehr begehrten Liegenschaften am Schlapprig zeigen. Vorgesehen war die Ausscheidung von zehn Bauparzellen à rund 1‘500 m2 Fläche. Der Bezirksrat hatte nur in zwei Gebieten (Schlapprig und Schnabelsberg) Erweiterungen von bestehenden Bauzonen mit tiefer Nutzungsdichte vorgesehen, weil tiefe Nutzungsdichten dem heutigen Ruf nach Verdichtung und haushälterischer Bodennutzung an sich nicht entsprechen. Ein gewisses Angebot an besonders attraktiven Wohnlagen kann aber ein Standortvorteil sein, den zu för-dern dem Bezirksrat legitim erschien. Mit Beschluss vom 15. Oktober 2013 hat der Regie-rungsrat verschiedene Beschwerden gegen die Einzonung dieses Grundstücks gutgeheissen. Er erwog, dass die Realisierung von zehn Landhäusern angesichts der modernen Bau- und Ingenieurtechnik zwar grundsätzlich möglich wäre, dass aber eine Überbauung an einer derart steilen und exponierten Hanglage massive Eingriffe in die empfindliche Landschaft zur Folge hätte. Weiter spreche auch die Lage abseits der öffentlichen Infrastruktur (Schulen, öffentliche Verkehrsmittel) gegen eine Einzonung. Schliesslich bemängelte der Regierungsrat auch die fehlende Möglichkeit, eine Zufahrt zu den einzelnen Parzellen zu erstellen, sondern das Gebiet ausschliesslich über Lifte und Treppenanlagen erschliessen zu wollen. Der Bezirksrat bedauert den Entscheid, weil damit die Schaffung eines sehr attraktiven Wohngebiets am Sihlsee, welches an ein bestehendes Wohngebiet angrenzt, verunmöglicht wird. An der Sitzung vom 6. November 2013 beschloss der Bezirksrat, den Regierungsratsentscheid in Anbetracht der geringen Erfolgschancen nicht anzufechten.

Verschiedenes

Der Bezirksrat

- genehmigt die Nachkredite zum Voranschlag der laufenden Rechnung 2013 und zur Investitionsrechnung 2013 (u.a. Nachkredit von Fr. 120‘000.-- zur Investitionsrechnung für Verfahrens-, Rechts- und Nachbearbeitungskosten zum Projektierungskredit Schulhaus Herrenmatte infolge Beschwerde gegen den Entscheid zum Architekturwettbewerb (Publi-kation aller Nachkredite in der Botschaft zur Budgetgemeinde vom 10. Dezember 2013);

- verlängert den Mietvertrag über das Chilbiareal auf dem Brüel-Schulhausplatz mit der Walser Vergnügungsbetriebe AG, Schänis um 10 Jahre zu unveränderten Konditionen (Mietzins Fr. 22‘000.-- pro Chilbi);

- erlässt die Gestaltungspläne „Gaswerkstrasse Nord“ und „Gaswerkstrasse Süd“;

- bewilligt Louis Schönbächler den Betrieb des Natureisfeldes in Euthal im Winter 2013/2014.

Quelle: www.einsiedeln.ch

Weiterreichen

Schwyzer Volksblatt