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Schwyzer Volksblatt, Donnerstag 20.06.2019 / 7. Jahrgang

Drei Zonenplanänderungen liegen auf

Von - 15.08.2013

Drei Zonenplanänderungen liegen auf

Für die Erweiterung einer ortsansässigen Schreinerei und für die Erweiterung einer Bauschuttdeponie sind Zonenplanänderungen nötig. Im Steinbislin nördlich des Seewen-Marktes ist eine Einzonung von rund 6’500 m2 in die Industriezone vorgesehen. Dadurch kann sich eine ortsansässige Schreinerei weiter entwickeln, welche an ihrem heutigen Standort keine Erweiterungsmöglichkeiten hat. Durch die Einzonung ergibt sich ein saubererer Abschluss der Zonengrenze in Richtung Steinerstrasse. Die Änderung berücksichtigt die geplante Sanierung des Gründelisbaches, wodurch sich auch der Hochwasserschutz verbessert. Die Erschliessung erfolgt über die bestehende Steinbislin-Strasse.

Deponie „Rütli“ wird erweitert

Am 25. September 2011 hiess die Stimmbevölkerung der Gemeinde Schwyz eine Zonenplanänderung für die Deponiezone Rütli an der Grundstrasse mit einem Jastimmen-Anteil von 81 Prozent gut. Die Deponie wurde vor kurzen in Betrieb genommen. Bereits bei der Umsetzung der Einzonung zeigte sich, dass eine Vergrösserung an diesem Standort einerseits von den Umweltverbänden begrüsst wird und andererseits einem akuten Bedürfnis entspricht. Die jetzt vorgesehene Einzonung umfasst rund 28‘000 m2. Dadurch vergrössert sich das Deponievolumen von heute 200‘000 m3 auf 450‘000 m3. Die Betriebsdauer wird von zehn auf zwanzig Jahre verlängert. Mit diesem zusätzlichen Deponievolumen kann die künftige Terrainanpassung an die bestehende Umgebung verbessert werden, indem sich die neue Hangneigung besser abflachen kann.

25jährige Pendenz wird erledigt

Aufgrund einer kleinen Änderung kann bei der ehemaligen Kiesgrube Hasenbühl in Hinter Ibach eine langjährige Pendenz bereinigt werden. Wegen des fehlenden Rekultivierungskonzeptes war dieses Areal bei der Genehmigung des ersten Zonenplanes 1991 von der Genehmigung ausgenommen. Auch 2011 erfolgte keine Genehmigung, weil die Zonenzuweisung nach der öffentlichen Planauflage erfolgen konnte. Grund dafür war, dass erst kurz vorher die Rekultivierung umgesetzt und die Fläche einem Amphibienschutzgebiet von nationaler Bedeutung zugewiesen werden konnte. Mittlerweile ist ein grosser Teil des betroffenen Areals rechtskräftig als Wald deklariert worden. Zwei kleine Areale werden der Landwirtschaftszone (rund 1‘100 m2) und der bestehenden Intensiverholungszone für Familiengärten (rund 300 m2) zugewiesen. Entgegen der beiden Einzonungen im Steinbislin und bei der Deponie Rütli bedarf es im Hinter Ibach aufgrund der geringfügigen Änderungen keiner Volksabstimmung.

Vorläufig letzte Einzonungen

Am 3. März 2013 wurde die Änderung des eidgenössischen Raumplanungsgesetzes mit grosser Mehrheit angenommen. Die vorliegenden Änderungen erfolgen vor dessen Inkraftsetzung im Frühjahr 2014. Danach gilt für Einzonungen ein mehrjähriges Moratorium. Solche sind erst wieder möglich, wenn der der Kanton den Richtplan und das Planungs- und Baugesetz aufgrund des neuen Raumplanungsgesetzes abgeändert hat.

Quelle: www.gemeindeschwyz.ch

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