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Schwyzer Volksblatt, Freitag 20.09.2019 / 7. Jahrgang

Aus den Verhandlungen des Bezirksrates Einsiedeln

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Aus den Verhandlungen des Bezirksrates Einsiedeln

Sitzung vom 15. Mai 2013

Private Wohnbaugenossenschaft dank Unterstützung des Bezirks

In öffentlichen Stellungnahmen zur Initiative kostengünstiger Wohnraum, über die am 9. Juni abgestimmt wird, wird sinngemäss die Meinung vertreten, dass die Initiative abgelehnt werden könne, weil der Bezirksrat mit der Abtretung einer Baulandparzelle die Voraussetzung für private Initiativen schaffe. Dies ist falsch. Die Annahme der Initiative ist Voraussetzung dafür, dass der Bezirksrat den Stimmbürgern einen Baurechtsvertrag unterbreiten wird. Der Bodenpreis ist aufgrund der stark angestiegenen Preise ein Kostenfaktor, der bei der Mietpreishöhe immer mehr ins Gewicht fällt. Eine Wohnbaugenossenschaft, die für den Boden den aktuellen Marktpreis bezahlen muss, kann gegenüber dem übrigen Wohnungsmarkt nicht wesentlich günstigere Wohnungen anbieten, sind doch die Bau- und übrigen Kosten gleich hoch wie für allen anderen Investoren. Der Bezirksrat beabsichtigt bei Annahme der Initiative, ein Grundstück zu sehr günstigen Bedingungen an eine private Wohnbaugenossenschaft im Baurecht abzutreten. Wenn die Genossenschaft einmal eine angemessene Verzinsung des investierten Kapitals erzielen wird – und damit kann gerechnet werden - kann sie einen Baurechtszins bezahlen, was im Baurechtsvertrag zu vereinbaren ist. Die in Einsiedeln bestehenden Wohnbaugenossenschaften wurden vor 55 Jahren auf auch für damalige Verhältnisse sehr günsti-gem, von der Genossame erworbenen Land, gebaut. Die damaligen Verhältnisse sind mit den heutigen überhaupt nicht vergleichbar, wie der Präsident der Wohnbaugenossenschaft Familia, Oskar Bisig, bestätigt. Wer der Initiative zustimmt, ermöglicht dem Bezirksrat, den Stimm-bürgern einen Baurechtsvertrag mit einer neu zu gründenden Wohnbaugenossenschaft, wel-che von interessierten Einsiedler Genossenschaftern finanziert werden soll, vorzulegen. Falls das Modell Erfolg hat, kann es später erweitert werden. Von einer Verschwendung von Steu-ergeldern kann keine Rede sein, zumal die Wohnbaugenossenschaft auch Steuern bezahlen wird. Wer die Initiative ablehnt, gibt dem Bezirksrat zu erkennen, dass er die Zusammenarbeit des Bezirks mit möglichen privaten Wohnbaugenossenschaften und damit auch die Abtretung eines Grundstücks im Baurecht nicht will.

Aus den Verhandlungen des Bezirksrates Einsiedeln

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2013-05-25
Schwyzer Volksblatt