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Schwyzer Volksblatt, Dienstag 18.06.2019 / 7. Jahrgang

Mindestpreise für Alkohol als Lösung?

Von - 31.03.2013

Mindestpreise für Alkohol als Lösung?

In den eidg. Räten wird eine Manipulation der Preise für Alkohol diskutiert mit dem Ziel diesen für Jugendliche unattraktiv zu machen. Eingriffe in den Markt mittels Mindestpreisen sind aber problematisch. Um Jugendliche wirklich vom Konsum abzuhalten reicht es indessen nicht aus die Preise moderat anzuheben.

Preise und Wirkung

Es wird gerätselt, ob eine Anhebung der Mindestpreise für Alkohol die erhoffte Wirkung entfaltet; nämlich dass Jugendliche dann bedeutend weniger konsumieren würden. Hier darf man mit Fug und Recht annehmen, dass nur eine sehr starke Erhöhung zum Ziel führen würde. Dies dann aber auf Kosten aller Konsumenten. Ein Bier am Feierabend für CHF 8.-? Das kann es ja wohl nicht sein. Sippenhaft nenne ich das! Oder das Kind mit dem Bade ausgeschüttet!

Inländische Produzenten als Profiteure?

Im Ständerat hörte man auch, dass auf diesem Weg die inländischen Produkte profitieren würden. Nun, Marktabschottungen und protektionistische Massnahmen haben noch nie Innovationen beflügelt, im Gegenteil, die Teilausschaltung des Marktes ist abzulehnen, denn nur wo Wettbewerb herrscht profitieren Konsumenten und Produzenten gleichermassen auf lange Sicht. Und den ausländischen Produzenten erlaubt man damit gar noch eine Ausweitung ihrer Margen. Will man das wirklich?

Jugendliche Rauschtrinker

Jugendliche "Rauschtrinker " hemmt man nicht mit einer moderaten Preisanpassung. Wenn die Kühe saufen wollen, dann saufen Sie auch. Ein Blick nach Skandinavien genügt, um zu erkennen, dass das dort auch nicht das Problem gelöst hat. Selbst die Prohibition vor 90 Jahren hat nichts gebracht, nur machte diese ein paar Gauner reich. Und letztlich gehört es in die persönliche Freiheit, wenn sich einer sich betrinken will. Oder wollen wir den Dicken noch das fettige Essen verbieten und den Autofahrern das sonntägliche Autofahren? Repressionen sollten vermieden werden, Aufklärung und Prophylaxe sind eher angezeigt.

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