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Schwyzer Volksblatt, Samstag 14.12.2019 / 7. Jahrgang

Wenn der Neid stärker ist als die Vernunft - Populismus um Löhne

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Wenn der Neid stärker ist als die Vernunft - Populismus um Löhne

Die 1:12-Initiative verlangt: "Der höchste von einem Unternehmen bezahlte Lohn darf nicht höher sein als das Zwölffache des tiefsten vom gleichen Unternehmen bezahlten Lohnes. Als Lohn gilt die Summe aller Zuwendungen (Geld und Wert der Sach- und Dienstleistungen), welche im Zusammenhang mit einer Erwerbstätigkeit entrichtet werden." Wenn das Wort "populistisch" für einmal artgerecht verwendet werden kann, dann hier! Da will die Linke wieder einmal eine sozialistische Massnahme einführen, welche für alle Betriebe gelten soll, vom kleinen Bäckerbetrieb bis zu Milliarden-Konzernen. Zudem ist die Forderung so schwammig und löchrig, dass man sich fragt, ob da überhaupt in einer minimalen Tiefe überlegt worden ist. Leichtsinnig will man unser erfolgreiches Wirtschaftsmodell gefährden.

Zur Initiative

Die Volksinitiative "1:12 - Für gerechte Löhne" wurde am 21. März 2011 mit 113 005 gültigen Unterschriften eingereicht. Sie verlangt, dass niemand in einem Jahr weniger verdient als der bestbezahlte Manager im gleichen Unternehmen in einem Monat. Dazu soll in der Verfassung ein Artikel verankert werden, gemäss dem in einem Unternehmen der höchste bezahlte Lohn nicht höher sein darf als das Zwölffache des tiefsten Lohnes.

Es spricht vieles daegen, einen so rigiden Eingriff in das Wirtschaftsleben zu erlauben:

- Es kann nicht Aufgabe der Politik ist, sich in die Lohnpolitik der Unternehmungen einzumischen. Das sollen die Eigentümer frei bestimmen.

- Wurde schon einmal an die Ausfälle bei AHV und der ALV gedacht? Kleinere Löhne führen zu einer Erhöhung der Gewinne der Unternehmen. Weil der Steuersatz von Unternehmensgewinnen in der Regel tiefer liegt als der Einkommens-Steuersatz werden weniger Steuern fällig.

- Es gibt genügend Möglichkeiten, diese Einschränkungen zu umgehen, bspw. Abwanderung oder eigens dafür gegründete Firmen, wo die Hochlöhne bezahlt werden können.

Erfolgreiches liberales Wirtschaftssystem wird in Frage gestellt.

Dies Initiative kommt wie ein Totengräber des liberalen Wirtschaftssystems daher. Die wirtschaftliche Freiheit - das Gegenteil von staatlicher Regulierung oder Überregulierung - ist ein wichtiger Teil der Basis unseres Wohlstandes. Soll man dies opfern?

Der Irrglaube, man könne tiefe Löhne durch ein derartiges Diktat der Löhne anheben oder egalisieren, ist gleich unsinnig wie das Argument, mit Arbeitszeitverkürzungen könne man die Arbeit auf mehr Leute verteilen und damit die Arbeitslosenquote reduzieren. Frankreich beispielsweise hat das mit der 35-Stunden-Woche und der hohen Arbeitslosigkeit bewiesen. Die Annäherung an einen unflexiblen Arbeitsmarkt wie wir ihn beispielsweise von Spanien kennen führt nur zu Arbeitslosigkeit. Zudem, diese Initiative zielt vor allem auf Grosskonzerne und man nimmt wieder einmal alle KMU mit in Sippenhaft.

Diese Initiative MUSS abgelehnt werden.

Wenn der Neid stärker ist als die Vernunft - Populismus um Löhne

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2013-03-21
Schwyzer Volksblatt